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Israelischer Diplomat - Jacobson-Gymnasium Seesen

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Israelischer Diplomat besucht Jacobson-Gymnasium
Einen besonderen Gast konnte das Jacobson-Gymnasium Seesen in der vergangenen Woche begrüßen: Dr. Daniel Ascheim, Head of Public Diplomacy an der Botschaft des Staates Israel, besuchte die Schule. Der Besuch stand dabei auch im Zeichen eines besonderen Schuljubiläums: Das Jacobson-Gymnasium feiert in diesem Jahr sein 225-jähriges Bestehen.
Zum Auftakt traf Dr. Ascheim mit Schulleiter Stefan Bungert zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Geschichte des traditionsreichen Gymnasiums und der jüdischen Gemeinde Seesens. Stefan Bungert erläuterte dabei im Beisein von Bürgermeister Erik Homann an den Schaukästen im Pädagogischen Zentrum (PZ) der Schule die historischen Zusammenhänge und gab Einblicke in deren Entwicklung.
Der Besuch bot damit nicht nur Gelegenheit, aktuelle politische Themen zu beleuchten, sondern auch historische Verbindungen sichtbar zu machen. Gerade mit Blick auf das 225-jährige Bestehen der Schule wurde deutlich, welche Bedeutung die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte für die heutige Schulgemeinschaft besitzt.
Im weiteren Verlauf stand der direkte Austausch mit den Schülerinnen und Schülern im Mittelpunkt. Dr. Ascheim nahm an einer Gesprächsrunde mit den Geschichtskursen des 13. Jahrgangs teil. Zunächst berichtete er über seinen persönlichen Werdegang und seine Tätigkeit als Diplomat. Dabei erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Aufgaben der Diplomatie und in die Arbeit einer Botschaft.
Anschließend entwickelte sich ein Austausch mit den Schülerinnen und Schülern über die aktuelle Situation im Nahen Osten. Die Jugendlichen hatten Gelegenheit, Fragen zu stellen und unterschiedliche Aspekte des komplexen Konflikts anzusprechen. Der offene Dialog ermöglichte es, politische Entwicklungen aus diplomatischer Perspektive zu betrachten und zugleich Fragen und Sichtweisen der jungen Generation einzubeziehen.
Für das Jacobson-Gymnasium war der Besuch somit eine besondere Gelegenheit, das Jubiläumsjahr mit einem Gespräch über Geschichte, Gegenwart und internationale Beziehungen zu verbinden. Zugleich zeigte sich, welchen Raum Schule als Ort des Dialogs bieten kann – insbesondere dann, wenn historische Verantwortung und aktuelle politische Fragen miteinander ins Gespräch gebracht werden.
Text und Fotos: René Kürbitz
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